Gedenken 80 Jahre Reichspogromnacht

... 9. November - dieses Datum verbindeten viele Menschen seit 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer, die die Grenze zwischen Ost und West bildete. Sie war das abschreckendste Symbol des Ost-West Konfliktes. Der 9. November wurde zu einem Tag der Befreiung für Viele - doch dieses Datum steht auch für den Beginn des größten Völkermords in der Geschichte der Menschheit.

n der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen in Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei. In Bad Dürkheim setzten organisierte Schlägertrupps auf dem Obermarkt den Leichenwagen der jüdischen Gemeinde und die Thorarollen in Brand, zerstörten die Inneneinrichtung der Synagoge und die Geschäfte und Wohnungen jüdischer Mitbürger.

Was folgte, war die Deportation Pfälzer Juden in das Lager Gurs in Südfrankreich und von dort in die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und Majdanek. Das Leben der jüdischen Gemeinde in Bad Dürkheim, eineder ältesten der Pfalz, wurde so ausgelöscht.

Aktuell nimmt die Zahl der judenfeindlichen Taten laut Bundeninnenministerium zu. Die Presse berichtet über einen Schüler der John-F.-Kennedy-Schule in Berlin, der von anderen gemobbt wird, weil er Jude ist. Ein Deutscher mit palästinensischen Wurzeln verübt unweit der Bonner Universität einen antisemitischen Angriff auf einen israelischen Hochschulprofessor. Umso dringlicher ist es, diesen Entwicklungen gegenzusteuern. (Text/Foto: D. Aust)

- - - - - - - - - -

Mit einer Gedenkveranstaltung am

Freitag, 9. November 2018, 18.00 Uhr in der Burgkirche Bad Dürkheim

soll den jüdischen Bad Dürkheimer Bürgern, die damals Opfer dieser Greueltaten wurden, ihre Würde und Ehre wiedergegeben werden.

Der Historiker Roland Paul wird in seinem Vortrag an sie erinnern.

Die musikalische Gestaltung übernimmt Bezirkskantor Johannes Fiedler.